Lasik Operationen sind mittlerweile ein weltweit etabliertes Verfahren, um Fehlsichtigkeiten wie Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit zu korrigieren. Die durchaus sehr erfolgreiche Methode des Lasik wurde aber durch die Wellenfront Methode noch verbessert. Mit der Wellenfront Methode wurden vor allem Fortschritte in Bezug auf die Nachtsehschärfe und die Minimierung von Blendeffekten erreicht, die die konventionelle Lasik Methode normalerweise nach sich ziehen kann.
Die Anwendung ist dabei recht simpel: Jedes Auge weist auf der Mikroebene individuelle Kennzeichen auf. Mithilfe des Aberrometers werden Abbildungsfehler erkannt und können dann behandelt werden. Zum Vergleich: Bei der klassischen Lasik sind die Messwerte der Brille, also die Dioptrien, Grundlage für die Behandlung. Das Aberrometer funktioniert wie folgt: Lichtstrahlen werden in das Auge geschickt und auf der Netzhaut gebündelt. Von dort reflektiert dann eine Wellenfront Linse und Hornhaut. Diese Lichtwellen werden dann auf einen Computer übertragen und können ausgewertet werden. Ein normales gesundes Auge würde eine gleichmäßige Lichtwelle zurückschicken, während die Lichtwelle eines Auges mit Fehlsichtigkeit beeinträchtigt und ungleichmäßig wäre. Durch diese ungleichmäßige sogenannte Wavefront kann der Augenarzt dann Rückschlüsse ziehen, welches Gebiet wie operiert werden muss. Somit ist die Wellenfront Behandlung besonders individuell. Das ist ein großer Vorteil für Menschen mit starken Fehlsichtigkeiten, zum Beispiel einer ausgeprägten Kurzsichtigkeit von über sieben Dioptrien.
Nachteil ist, dass die Methode noch sehr jung ist und nicht für jeden Patienten passt. Außerdem sind zeitaufwändigere Voruntersuchungen nötig, die gleichzeitig eine höhere finanzielle Belastung bedeuten. Andererseits ist die Wellenfront Operation eine weniger belastende Methode mit teilweise größeren Erfolgen. Grundsätzlich sollte jedoch jeder im Vorfeld das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen und sich über Risiken und Umstände aufklären lassen.