Augenlaseroperationen eignen sich ausgezeichnet, eine Kurzsichtigkeit präzise zu korrigieren. Voraussetzung ist, dass die Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg, – und damit sind mindestens drei bis fünf Jahre gemeint – eine stabile Fehlsichtigkeit aufweisen und sich die Werte voraussichtlich nicht mehr verändern. Die technischen Geräte und die Operationsverfahren wie die Lasik oder die Femto Lasik Methode sind heutzutage ausgereift und arbeiten außerordentlich präzise. Nach einer exakten Vermessung des Auges des zu behandelnden Patienten werden die dabei ermittelten Werte in die Software der Operationslaser eingelesen. Die Laser arbeiten danach während der Operation absolut zuverlässig und machen praktisch keine Fehler. Die zu behandelnden Augen sind bei der Operation fixiert, so dass keine gravierenden Fehlbewegungen möglich sind. Kleinere Bewegungen des Augen werden vom Laser automatisch nachverfolgt und stellen kein Problem dar.
Trotz dieser optimalen technischen Bedingungen kann kein auch noch so geschickter und erfahrener Operateur garantieren, dass er Patient nach der Augenlaserbehandlung sicher eine Sehschärfe von 100 oder gar 125% erzielt. Bei einem bestimmten konstanten Prozentsatz der durchgeführten Operationen bleibt nach der Behandlung eine Restkurzsichtigkeit bestehen oder stellt sich nach einigen Monaten wieder ein. Die Ursachen dafür liegen in der Lebendigkeit der durch das Augenlasern behandelten Hornhaut. Auch eine noch so präzise bearbeitete Hornhaut kann sich im Anschluss an die Behandlung verändern und damit die angestrebte Sehschärfe beeinträchtigen. Die meisten Augenlaserzentren bieten ihren Patienten deshalb eine kostenlose oder preisreduzierte Nachbehandlung an. Dabei wird die Sehschärfe nach Ablauf einiger Monate nochmals bestimmt und eine zweite Laseroperation durchgeführt. Das zweite Behandlungsverfahren ist mit der ursprünglichen Behandlung identisch. Ein zusätzliches Gesundheitsrisiko entsteht dadurch für den Patienten normalerweise nicht. In der Regel wird spätestens nach der Folgebehandlung das erwünsche Operationsergebnis sicher erzielt.
Eine Garantie auf eine 100%ige Sehschärfe im Anschluss an eine Augenlaserbehandlung kann kein Augenlaserzentrum geben. Eine Abweichung um bis zu 10% muss der Patient in Kauf nehmen. Die kostengünstige Nachbehandlung für den Fall, dass das Operationsergebnis nicht den Vorstellungen des Patienten entspricht, ist eine Kulanzleistung der Operateure. Im schlimmsten Fall muss der Patient zur Korrektur einer verbleibenden Restkurzsichtigkeit doch wieder auf eine Brille oder Kontaktlinsen zurückgreifen.